„Armer-Schlucker“ verklagt Österreich wegen Rufschädigung.

Heute wurde die Klage von unserem Karl-Heinz Grasser (Österreichs Finanzminister von 2000 bis 2009) gegen uns, dem Staat, verhandelt. Dieser fordert von uns Schadenersatz, weil die Staatsanwaltschaft eine Hausdurchsuchung im Mai 2011 vorab veröffentlichte. Der Medienrummel soll dem armen KHG, einen enormen Imageschaden zugefügt haben?

Für unsere ausländischen Leser eine kurze Einführung, wer denn dieser KHG ist.
KHG besticht durch den Charme eines Dieter Bohlen, der politischen Vision eines Philipp Rösler und der Steuermoral eines Christian Wulff. So war es auch erforderlich, dass bei seiner Berufung zum Finanzminister, die Höchstgrenze für „Politiker-Bezüge“ in Österreich, sofort um 40% angehoben werden mussten. War es nicht die FPÖ, welche die hohen Bezüge der Politiker immer beanstandete? Schwamm drüber! Einen Topmanager wie dem KHG muss man eben ordentlich bezahlen. Er war auch jeden Cent wert. Denn schon nach kurzer Zeit konnte er ein Nulldefizit erreichen. Es gelang ihn sehr rasch die lukrativsten Staatsbetriebe zu verkaufen. Leider hat aber der liebe KHG eine seltsame Vorstellung von Geschäft. Er verkauft die Güter seiner Klienten immer möglichst günstig. Wozu er immer die besten Berater und Vermittler hinzuzieht. Welche eben nicht billig sind.
Wer dazu mehr wissen möchte, wie sich Freiheitliche Politiker gegenüber dem Staat verhalten, kann sich bei Wikipedia schlau machen.

Buwokl Mit freundlicher Genehmigung von: Daniel Jokesch

Hurra der Buwokl ist da!
Mit freundlicher Genehmigung von: Daniel Jokesch

Endlich ein Empfänger auf Augenhöhe. Ist ja äußerst selten, dass der Wildweststeirer Personen schreibt, welche zum Beispiel im Jahre 2009 weniger als er verdient haben. Weniger Steuern, bezahlen ja die meisten seiner Adressaten.

Lieber Karli!

Was soll denn diese jämmerliche Klage bringen? Wie kommst Du denn bitte zu der Aussage: „Das dies ein massiver Schaden ist, sowohl für mein Image wie auch meine Reputation“? Welchen Schaden soll denn Deine Reputation, an dem Medienrummel rund um die Hausdurchsuchung bei Dir genommen haben? So weit wir es verfolgen können, versuchst Du Dich seit Deinem Ausscheiden aus der Politik, in der Immobilienbranche zu etablieren. Wer soll denn einen Makler anstellen, der als Makler des Staates Österreich so schrecklich versagt hat?

Die „BUWOG-Affäre“
Als ein großer Befürworter des privatisieren von öffentlichen Eigentum, war es natürlich klar, dass auch die 60.000 Wohnungen im Bundesbesitz veräußert werden mussten. Für einen neoliberalen Politiker ist sowas auch völlig OK.

Die Berater und Vermittler
Gut, dass ausgerechnet die „Lehmann-Brothers“ als beratende Investmentbank von Dir hinzugezogen wurde, mag ein Zufall sein? Die Leute waren ja wirklich Genies. Deshalb war der höchste Preis (10,2 Millionen Euro) auch sicher gerechtfertigt? Immerhin kanntest Du da ja auch Leute privat und konntest so auf eine gute und solide Beratung hoffen.
Mit Deinem Freund Hochegger bei der Immofinanz hattest Du ja auch einen guten Kontakt zum späteren Gewinner des „Biete-Verfahrens“. Die Kosten von 1% des Verkaufspreises wurden ja von der Immofinanz getragen. Demnach ist uns so ja kein Schaden entstanden. Warum zahlt der Käufer eigentlich dem Vermittler mehr, wenn dieser einen höheren Preis erzielt? Ich bin für die Geschäftswelt wohl nicht geboren?

Die Preisvorstellung
Bei einem durchschnittlich geforderten Preis von 1100 Euro/m² bei Verkauf an die jeweiligen Mieter, war Dir der Wert ja wohl bekannt? Wäre da nicht noch etwas Spielraum nach unten möglich gewesen? Oder ist der Übergang von Miete zu Besitz keine Privatisierung? Unwichtig, die Neoliberalen werde ich wohl nie verstehen.

Der Verkaufspreis
Das nachfolgende „Biete-Verfahren“ ist halt ganz schön schief gelaufen. Bei 600 Euro/m² hast Du Dich dann von der Immofinanz ganz schön über den Tisch ziehen lassen. Da war dann Dein Freund Hochegger offensichtlich der bessere Berater. Nur leider halt vom Käufer bezahlt. Wo war denn zu dem Zeitpunkt eigentlich diese hochbezahlte, beratene Investmentbank? Freunde sind auch nicht mehr was sie einmal waren?

Die Freunde
Ist doch wirklich lieb von deinem Freund Maischberger, Dir einen Urlaub auf den Seychellen zu bezahlen. Nur schade, dass dieser sich nicht mehr erinnern kann, ob Du ihm das Geld zurückbezahlt hast oder nicht. Aber das können wir gut verstehen, denn wer denkt schon an solche Kleinstbeträge wenn er von eurem Freund Hochegger 7,7 Millionen Euro geschenkt bekommt? Ist sowas in Euren Kreisen üblich? Gelder einfach mal so zu verschenken? Zumindest war Hochegger so anständig und hat sich selbst wegen Steuerhinterziehung angezeigt.

Die Frage
Das Honorar von der Immofinanz an Hochegger für Vermittlungstätigkeiten, war mit 9,6 Millionen Euro ganz klar gerechtfertigt.  Doch für was wurden 7,7 Millionen über eine zypriotische Briefkastenfirma dann Deinem Freund Maischberger abgegeben? Du sollst ja auf jeden Fall nichts davon bekommen haben? Maischberger hat das Geld ja dann schließlich und endlich in Lichtenstein gebunkert. Das Du davon nichts bekommen hast, werden die Akten Deiner Firmen in Lichtenstein ja nun bald aufklären. Welche zwar teilweise geschwärzt und nicht ganz vollständig in Österreich eingetroffen sind.

Akten aus Lichtenstenstein eingetroffen.
Mit freundlicher Genehmigung von: Daniel Jokesch

Die Erinnerung
Hoffen wir also, dass ihr Euch mit Hilfe dieser Akten wieder besser an Eure vergangenen Erfolge erinnern könnt! Denn in den bisherigen „Untersuchungs-Ausschüssen“ konntet Ihr Euch nie an irgend etwas erinnern. Und genau so wird es eben auch den potentiellen Kunden gehen. Die können sich nicht mehr erinnern, wann Du das letzte mal ein gutes Händchen beim Verkauf von Immobilien hattest. Auch wir Österreicher haben einfach den Überblick über Deine wirtschaftlichen Erfolge verloren. Wie viele Firmen hast Du eigentlich gegründet und wieder aufgegeben? Wie viele Deiner Freunde und Geschäftspartner wurden schon eingesperrt? Einfach betrachtet, ist es bei Dir die letzten Jahre wohl nicht ganz so gut gelaufen? Demnach glauben wir Dir auch, dass Du im Jahre 2009 nur 13.520 Euro verdient hast. Somit keine Steuern hinterzogen hast. Auch, dass das Geld, welches Du von Lichtenstein nach Österreich bringen wolltest, Deiner Schwiegermutter gehört, wollen wir Dir abnehmen.

Nur, von welcher Reputation sprichst Du dann?
Was soll denn unsere Staatsanwaltschaft zerstört haben? Du würdest wohl auch noch einen Schaulustigen Brandstiftung vorwerfen, weil er ein Streichholz in die rauchenden Überreste eines abgebrannten Hauses wirft?

Er wünscht Dir also viel Glück, Dein Wildweststeirer

 

 

 

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