„Mutti“: „Das ist Demokratie“

Sehr geehrte Frau Merkel!

Ihnen ist das Demonstrationsrecht sehr wichtig? Schließlich haben Sie selbst 34 Jahre in einem Land gelebt, in dem man nicht demonstrieren durfte. „Jeder soll seine Meinung sagen und dann wird darüber geredet. Das ist Demokratie.“
Frau Merkel, da sind wir doch endlich einer Meinung.

Armut ist keine Schande.
Da steht er nun, der Dieb. Der mit Lumpen bekleidet in die Schule kommt. Während er die Vorwürfe über sich ergehen lässt, denkt er daran, was er sich wohl von den Großeltern anhören muss. Deren einzige Sorge ist, dass die Armut der Enkelkinder dieser angesehenen Familie, mal in die Zeitung kommt.
Was sich Mama wohl wieder anhören muss, weil sie ihre Kinder ja offensichtlich nicht erziehen kann?
Weil er doch nichts sagen kann, droht doch das Jugendamt mit Heim.
Und um all dieser Entrüstung: „Der ist ein Dieb!“, starrt er nur auf den Mülleimer, in dem das Pausenbrot liegt, von dem er abgebissen hat. Er würde es immer noch gerne essen.

Stimmt schon Frau Merkel: Armut ist keine Schande.
Doch denen, die es betrifft, spricht man das Recht ab darüber zu sprechen. Geschweige denn, dass diese Menschen irgendetwas darüber zu sagen hätten. Diesen Menschen wird gesagt, was sie zu fühlen haben, von hochbezahlten Soziologen und Finanzexperten, mit Boni, welche problemlos 100 Familien ernähren könnten, berechnen, womit eine Familie auszukommen hat.

Doch wir drehen den Spieß jetzt mal um!
Wenn Sie das Recht haben, uns zu erklären, welche Fehler wir machen, haben wir auch das Recht, Ihnen zu erklären, was für große Stümper diese „Eliten“ sind.

Bitte erklären Sie, Frau Merkel, mir und den anderen Europäern, welchen Sinn es macht, dass die EZB den Banken Geld mit Zinsen unter der Inflationsrate leiht, während die Banken wiederum, diese Gelder dann an Kreditnehmer zu Konditionen, deutlich über der Inflationsrate verleihen.
Das ist ein Verlust für die EZB, welche die Mittel laufend aus unseren Steuergeldern nachfinanzieren muss.

Das Fazit daraus lautet:
Ein Kreditnehmer zahlt so gleich doppelt. Einerseits muss er die Zinslast aufbringen, anderseits über seine Steuern zusätzlich die Bank unterstützen.

Sind Sie noch nie auf die Idee gekommen, dass da was nicht stimmt?
Wollen Sie uns ernsthaft einreden, dass der Schuldenschnitt für Griechenland ein solcher war? Nein Frau Merkel! Sie haben Schuldverschreibungen, mit einem Marktwert von 88%, den Haltern dieser Anlagen, im Namen Europas, abgekauft und garantieren ihnen, 100 % Rendite zu erhalten. Diese Schuldverschreibungen wären zu Recht auf Ramschniveau gestuft und als bald billigst zu haben gewesen. Da ihre Finanzexperten ja vorschreiben, dass Versicherungen solche Papiere nicht halten dürfen.
Wir hätten dann diese Papiere zu 15 – 5% des Nennwertes kaufen und diese dann einfach wegwerfen können.
Ein Haufen griechischer Schulden wäre so, von Europa billigst zu beseitigen gewesen!

Sie sehen also Frau Merkel, es gibt Menschen in Europa, durchaus einige „Nichtexperten“, die den Finanzmarkt verstehen.
Zuhören und lernen müssen Sie jedoch schon selbst!
Die freie Meinungsäußerung ist ein wertvolles Recht, verankert im Art. 5 des Grundgesetzes. In diesem Punkt sind wir beide uns offensichtlich einig?
Es nutzt nur nichts, nutzt rein gar nichts, wenn Sie vor der Logik die Augen verschließen und sich andere Meinungen gar nicht erst anhören…..
Auf das Volk hören Frau Merkel, auch das ist Demokratie.

Mit freundlichen Grüßen, ihr Wildweststeirer

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