Mord kann man doch klagen?

Zitat Jean Ziegler (ehemals UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung): „Dabei gibt es zu Beginn dieses Jahrtausends keinen objektiven Mangel mehr. Wer jetzt am Hunger stirbt, wird ermordet.“
Dann wollen wir den Mann mal vertrauen und überlegen wie wir „Super Mario“ zur Verantwortung ziehen können!

Mario Draghi

Mario Draghi

Sehr geehrter Herr Draghi!

Leider muss ich ihnen mitteilen, dass ich mich als Friedensnobelpreisträger verpflichtet fühle, Sie zu verklagen.
Mit diesen Preis übernehme ich auch eine Verpflichtung, Mörder im Kreis der Preisträger zur Rechenschaft zu ziehen. Da Mord für mich als Friedensnobelpreisträger eben ausscheidet, sehe ich keinen anderen Ausweg, Sie, als den obersten Vertreter der europäischen Finanzindustrie, an Justitzia, welche hoffentlich, diesmal nicht blind ist, zu übergeben.
Wir, die vielen Nobelpreisträger, haben ja nichts persönlich gegen Sie, so wie sie ja auch nicht persönlich irgendwelche Menschen töten. Auch haben wir akzeptiert, dass Sie für die Bank, welche die Finanzkrise bei L&B auslöste noch nicht gearbeitet haben. Ob Sie denn etwas davon wussten, was die Bank mit Griechenland plante, steht für uns immer noch in den Sternen. Als Chef von G&S Europe erfährt man sicher nicht alles, was ein Unternehmen in Ihrem Geschäftsbereich so vor hat. Wofür Ihre „geschätzte“ Bank Sie dann allerdings bezahlte, fragt sich dann doch so mancher, der nicht Ihrer „Elite“ angehört.

Beweisführung
Die „Finanzindustrie“ hat in den letzten Jahren der Krise hervorragend gearbeitet. Die Vermögen derer, die über diese verfügen, sind kontinuierlich gestiegen, während die Einkommen derer, die in den Industrien und Produktionsstätten ihrem Broterwerb nachgehen, kontinuierlich weniger wurden.
Die Finanzmärkte haben ja nun auch gelernt, dass das „Fiat Money“ nicht satt macht und sind auf die Rohstoffbörsen umgestiegen. Ich kann keinerlei Entgegenwirken Ihrerseits erkennen. Sie können jetzt natürlich auf unterlassene Hilfeleistung plädieren, doch irgendwer, aus ihrem „Institut“, legte gestern noch nach. Sie erlauben das ich zitiere?:
„Um eine lang anhaltende Arbeitslosigkeit zu verhindern, müssten die Löhne weiter gesenkt werden: Eine flexible Reaktion der Löhne sollte Priorität auf den Arbeitsmärkten, der Eurozone haben. Dadurch würde die notwendige, sektorale Umverteilung und die nachhaltige Schaffung von Arbeitsplätzen und Senkung der Arbeitslosigkeit erreicht“, schreiben ihre Analysten der EZB.

Haftgrund
Damit ist ein Haftgrund nach §112 Absatz 2; 3 StPO (der BRD) klar gegeben.
Sie würde, im Falle einer Verurteilung, eine Haftstrafe erwarten, die solcher Haftstrafen gleich käme, die anderen Schwerst-Kriminellen auch aufgebürdet wird. Die Verhältnismäßigkeit ist demnach gegeben. Darum wird von mir, die sofortige Festnahme, wegen des dringenden Verdachtes auf Wiederholungsgefahr und Verdunkelungsgefahr, gefordert.

Begründung
Als oberster Hüter, der europäischen Finanzindustrie, einer Industrie, die nichts(!!!) leistet, jedoch jeglichen Gewinn aus der Wirtschaftsleistung für sich beansprucht, einer Industrie, die sich in verabscheuungswürdiger Weise, sogar als der Antrieb der Wirtschaft betrachtet, welche sie durch Ihre grenzenlose Gier zerstört, haben Sie unverhältnismäßig viel Kapital zugeführt!
Menschen in Südeuropa drohen zu verhungern. Die ersten Toten, wegen nicht ausreichender medizinischer Versorgung, sind bereits bekannt.

Persönliches
Mir wird schlecht, wenn ich daran denke, dass etwas Geld aus der Finanzindustrie, Beträge die Ihre Branche aus der Portokasse bezahlen könnte, reichen würde, um die gesamte Wirtschaft Europas, innerhalb weniger Monate wieder in Schuss zu bringen.
Mir ist klar, dass in ihrer Branche sehr hart gefochten wird, doch die Ausrede: „Das ein Ausstieg aus diesem System, den Niedergang Europas bedeuten würde“, lasse ich nicht mehr gelten!
Europa ist groß und stark genug, sich gegen die internationale Finanzmacht durchzusetzen!

Ups, mein Fehler. Sind Sie vielleicht gar kein Europäer mehr?
Sind Ihnen die Interessen, Ihres alten Arbeitgebers vielleicht wichtiger?

Mit überhaupt nicht freundlichen Grüßen, der Wildweststeirer

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