Hurra! Wir sind Friedensnobelpreisträger

Heute hat die EU und somit auch meiner einer, als einer der großen Befürworter der EU, den Friedensnobelpreis erhalten. Und binnen kurzer Zeit meldet sich auch der Afrikaner +Hans Sarpei zu Wort, der sehr aufrührend zu weiteren Anstrengungen aufruft, diesen Frieden auch zu erhalten. Warum das Zeichen auf der einen Seite gut ist und warum die Begründung von Thorbjørn Jagland doch Anlass zur Sorge gibt?

Dazu eine kleine Anekdote
Meine Exfrau und ihre beiden bei uns lebenden minderjährigen Geschwister kamen aus Ex- Jugoslawien Und nach vielen Jahren in Österreich, wurden sie das erste mal mit dem Brauchtum des Brautschießens konfrontiert. (Dabei wird die Braut um 3-5 Uhr morgens mit einem kräftigen Böllerschuß aus dem Bett gehohlt.)
Unsere beiden Kinder und ich wachten auf und sahen zu Nachbarn der zwei Häuser weiter lebte. Kurze Glückwünsche und einige erklärende Worte an die zwei Kinder von uns und die Sache war für uns erledigt. Im Haus zurück angekommen fand ich meine Frau und ihre beiden Geschwister unter dem Esstisch, weinend fragend: „was den los sei?“ Da habe ich das erste mal begriffen was die durchmachten. Für uns ist ein Knall erschreckend, doch nichts schreckliches. Und darum Hans Sarpei, gebe ich Dir recht.
Schön auf diesen Kontinent zu leben.

Wird der Preis mittlerweile nur mehr für die Absicht verliehen?
Noch nie war die EU in einer solchen Krise. Die EU wird erst beweisen müssen mit solchen auch umgehen zu können. Und vor allem ist es eine Frage ob das Zeichen von Thorbjørn Jagland von unseren „Eliten“ nicht missbraucht wird, den aktuellen Weg fort zu setzen.

Der zweite Weltkrieg, war genau aus einer solchen Situation entstanden wie wir sie heute sehen können. Der Handel zwischen den einzelnen Staaten, kam wegen der Gier von Spekulanten zu erliegen. Und die Armut welche sie verursachte führte zu Spannungen, welche verschiedene radikale Parteien die Grundlage schaften sich zu etablieren. Auf diese Erfahrung gründete sich die Montanunion. Welche es sich zur Aufgabe machte, Rohstoffe zwischen Deutschland und Frankreich fair zu handeln und so beiden Staaten ermöglichte einen Wiederaufbau zu schaffen welcher in der Geschichte seines gleichen suchte. Dieser Erfolg spornte an, immer mehr Staaten in diesen Verbund zu bekommen und so den Austausch der Rohstoffe innerhalb aller Staaten zu gewährleisten. Doch gerade erst gestern droht nun der französische Ex-Präsident Nicolas Sarkozy, das es zu Krieg kommen könnte wenn Deutschland und Frankreich sich nicht annähern.

Annähern an was Herr Sarkozy?
Ihr Vortrag vor einer Investmentbank im New Yorker Waldorf Astoria wird doch wohl nicht die weitere Annäherung an die Investmentbanker meinen? Denn grundsätzlich erlebe ich als Arte- Seher die Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland eben nur aus dem Fernsehen. Und da scheint so weit alles in Ordnung?

Sarkozy

Lieber Herr Sarkozy!

Besinnen sie sich darauf worum es bei Kriegen schließlich immer geht!
Um den Zugang zu Ressourcen. Und der ist nicht mehr gegeben, wenn diese zwar frei über Grenzen transportiert und gehandelt werden, diese jedoch durch ihre Gastgeber, wegen der übermäßigen Gewinne so teuer werden, dass sich der Bürger Europas diese nicht mehr leisten kann.
Also lesen Sie in der Begründung von Thorbjørn Jagland folgende Worte sehr genau!
„Die EU befindet sich derzeit in ernsten wirtschaftlichen Schwierigkeiten und sozialen Unruhen. Das norwegische Nobelkomitee möchte, das wichtigste Ergebnis der EU auszeichnen: den erfolgreichen Kampf für Frieden, Versöhnung, die Demokratie sowie die Menschenrechte. Den stabilisierende Anteil den die EU gespielt hat, dazu beigetragen, die meisten von Staaten des Kontinents Europa, aus einem Kontinent des Krieges, in einen Kontinent des Friedens zu wandeln.“

Und beenden Sie das sähen von Zwietracht unter den Staaten. Öffnen Sie bitte die Grenze die durch Europa verläuft.
Eine Grenze zwischen den Menschen die produzieren und den Menschen die meinen, ihre „Investments“ halten die Wirtschaft am laufen.

Vielen Dank, ihr Wildweststeirer

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