Erhöhung der Familienbeihilfe weiterhin auf Eis gelegt.

Trotz des Versprechens beider Regierungsparteien im Juni dieses Jahres, die Familienbeihilfe zu erhöhen, die Erhöhung war praktisch im Ministerrat beschlossen, wird nun doch nichts draus. Es sei wegen den Kosten für die „Hyporettung“ einfach nicht möglich. Die Familienbeihilfe, umgangssprachlich als Kinderbeihilfe bezeichnet, wurde in Österreich seit dem Jahr 2000 nicht mehr erhöht, was einer Beihilfeneinbuße von etwas über 25 % entspricht. Kann ja sein, dass die beiden Herren im Wahlkampfstress keine Zeit hatten meinen Beitrag “Excel-Fehler” schuld an der Krise? zu lesen? Der Beitrag vereinfacht die Zusammenhänge sicher sehr, doch nun werde ich versuchen, diesen beiden „Personen“ der österreichischen Politik, die wohl besser in ein Wiener Puppentheater passen, die reale Bedeutung von Geld näher zu bringen.

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„Kasperl Werner“ und „Pezi Spindi“

Lieber Kasperl und lieber Pezi!

Nun habt ihr endgültig bewiesen, dass Ihr beide absolut keinen blassen Tau davon habt was Wirtschaft, geschweige denn Geld überhaupt ist. Oder liegt es an der Biegsamkeit eures Rückgrats vor der „Gesellschaft des legalisierten organisierten Verbrechens“? Das Du Pezi keine Ahnung hast, weißt Du ja selber, doch vielleicht ist ja einer der „Experten“ Deiner Wirtschaftsplattform „Unternehmen Österreich 2025“ geneigt, meinen Lesern und mir kompetent zu antworten?

Geld ist Zeit
Ungeachtet wie ein Rohstoff oder ein Nahrungsmittel auch immer gewonnen oder erzeugt wird, ist es immer nur die Arbeitszeit die wir bezahlen. Die Rohstoffe für die Nahrungsmittel wachsen von alleine. Die Düngemittel fallen aus dem Popo von Nutztieren oder liegen als Rohstoffe in der Erde, die mit Maschinen abgebaut werden die auch aus Rohstoffen bestehen die eben in der Erde lagen. Auch die benötigte Energie ist in irgend einer Form immer schon da. Der Einsatz von Arbeitskraft und vor allem auch der Einsatz von Arbeitskraft die zu dem „Know how“ führten, um überhaupt die Arbeiten durchführen zu können, bestimmen also den Preis. Demnach gilt das geflügelte Wort „Zeit ist Geld“, wie in der Mathematik üblich, auch umgekehrt.

Schulden sind somit Zeit in der Zukunft.
Was auch sehr wichtig ist, denn es gibt ja viel mehr Geld als es an Waren und Güter zu verkaufen gibt. Wir leben nun in einem Wirtschaftssystem in dem wir die Zeit des Einzelnen nicht gleich bewerten. Was für mein Verständnis von Wirtschaft auch ganz richtig ist, da ich mit jeder Stunde Arbeitszeit auch einige Umstände mit bezahlen muss, die wiederum am Ende nur mit Zeit begründet werden können. Schließlich brauchen wir sehr viel Zeit von sehr vielen Menschen um einen Tafelklassler oder eine Tafelklasslerin zu einen fähigen Mediziner oder eben einer Medizinerin auszubilden. Von dem Einsatz an Zeit den dieser Mensch während seines Studiums für das Studium selbst aufbringen muss mal abgesehen. Mediziner wird man schließlich nicht beim Taxi fahren und durch den Besuch von nur einer Vorlesung lieber Kasperl. (LinkAuch können gewisse Arbeiten selbst zu einer Verkürzung von Arbeitszeit führen. Im schlimmsten Fall sogar das Risiko von verkürzter Lebenszeit. Doch so wie ich das in den letzten Jahren beobachte, wird dies kaum mehr berücksichtigt.

Wer bezahlt also die Schulden?
Wir sicher nicht mehr, denn dem Arbeiter, wie auch unseren Klein- und Mittelstandsunternehmern kann man kaum mehr etwas wegnehmen. Und unsere „Elite“ spricht sofort von Raub, wenn man auch nur auf die Idee kommt, sie müsse sich mit Anteilen ihrer Zeitguthaben beteiligen. Also bleiben nur unsere Nachkommen, deren Zeit wir somit schon heute und ohne deren Zustimmung verpfändet haben.
Ein seriöser Investor sieht heute in Österreich, dass in diese zukünftige Generation nicht ausreichend investiert wird, sondern viel Zeit in eine untergehende Bank gesteckt wird, um die Investitionen von Dummköpfen, äh Landespolitikern  zu schützen, die sich von den Wegelagerern der Finanzindustrie und anderen Gesellschaften des „Organisierten Verbrechens“ über den Tisch ziehen liesen. Demnach werden wir wohl oder übel zu einem Land in dem großteils nur mehr Billigarbeitskräfte herangezogen werden. Somit wäre eine Investition absolut unsinnig. So bleiben einzig und alleine die großen Hedefonds die in Zukunft in unser Land als Investoren gelockt werden, deren Talent in einem befreiten Finanzmarkt hauptsächlich darin besteht, auch aus dem Untergang eines Unternehmens oder eben des „Unternehmen Österreich“ Zeitguthaben zu ergaunern.

Bravo
Ich gebe Ihnen also den Tipp, das baufällige Gebäude ihre Arbeitsplatzes zu verlassen und in das Urania Puppentheater zu wechseln. Da passen Sie viel besser hin.

Toi toi toi, Ihr Wildweststeirer

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