Schäuble will Klarheit

Letzten Mittwoch hielt Mutti vor dem Bundestag eine bewegte Rede zur „Situation nach Auslaufen der Griechenlandfinanzhilfe „.  Also, keine neuen Kredite um damit alte Kredite zu bedienen. Worauf „Mutti“ natürlich gleich anfangs der Rede hingewiesen hat. Denn Griechenland hat einen Kredit an den IWF nicht rechtzeitig überwiesen. Wie auch? Wenn man doch die vereinbarte Rate der Finanzhilfe nicht überwiesen hat. Eigentlich eigenartig, dauernd wird darauf verwiesen, dass die neue Regierung in Griechenland sich nicht an die Vereinbarungen hält, die mit den Vorgängerregierungen getroffen wurden. Doch was ist mit den Vereinbarungen die mit der Vorgängerregierungen getroffen wurden? Was ist mit Vereinbarungen welche von der Seite der Kreditgeber nicht gehalten werden? Um was geht es also wirklich in Griechenland?
Ich möchte dazu Herrn Wolfgang Schäuble (Finanzminister Deutschlands) einige Fragen stellen, der den Ausführungen Der frau Bundeskanzlerin doch so aufmerksam gefolgt ist und von der griechischen Regierung Klarheit fordert.

Spiro Latsis (Reichster Grieche)

Teurer Herr Bundesminister!

Schon in der Einführung zu Ihrer eigentlichen Rede wird einem aufmerksamen Zuhörer das „Problem Schäuble“ klar vor Augen geführt. Zuerst wollen Sie also darüber nachdenken wie die Probleme zu lösen sind und danach worin die Probleme eigentlich begründet sind.  Denn genau das machen Sie seid Anbeginn der Krise. Zuerst müssen also Schulden bedient werden, was natürlich nur durch konsequentes Sparen gelingen kann. Danach können wir uns über die Ursache unterhalten. Also müssen Vereinbarungen gehalten werden. Jedoch scheinbar nur welche das Sparen betreffen. Denn über die Ursache, die Korruption und die Freunderlwirtschaft, unterhalten wir uns später.

Der Fehler der Troika (Institutionen)
Nun ist es nicht so, das alle Beteiligten bei den Verhandlungen schäublesche Kurzsicht walten ließen und vom Anfang an klare Vereinbarungen trafen auch der Ursache entschieden entgegen zu treten. Steuerbetrug und Steuerflucht sollte bekämpft werden. Freunderlwirtschaft sollte ein Riegel vorgeschoben werden. Doch dazu steht die Troika, milde ausgedrückt, recht gelassen gegenüber, wenn es um die „Eliten“ der griechischen Wirtschaft geht. Jegliche Bemühungen der alten und vor allem neuen Regierung diese „Eliten“ an den Kosten der Krise zu beteiligen werden genau von dieser Troika (Institutionen) blockiert. Lassen Sie mich das bitte mal an einem Beispiel kurz ausführen:

Spiros Latsis
Der nach dem „Frobes Magazin“ reichste Grieche verlor während der Finanzkrise ca. 7 Milliarden Euro. Was nun mal sehr klar verständlich ist. Doch da er seinen Reichtum in der internationalen Hochfinanz hin und her schiebt und ein guter freund der europäischen „Eliten“ ist, muss dieser „Leistungsträger“ wohl unter allen Umständen gerettet werden. Denn nicht nur, dass die Ankäufe der EZB von griechischen Staatsanleihen vor allem diesen reichsten Banker Griechenlands  helfen seine Schäfchen ins trockene zu bringen, Würde seine Bank EFG doch mehr oder weniger mit 12 Milliarden Euro an griechischen Staatsanleihen schon längst Pleite sein. Es wird jede Ermittlung gegen ihn wegen Steuerhinterziehung untersagt.
Daneben wacht die Troika peinlich genau darauf, dass griechisches Staatseigentum möglichst rasch zu Geld gemacht wird. Das der Preis bei einem Zwang zu raschem Verkauf  in den Keller fällt scheint hier nicht zu stören? Oder liegt es daran, das damit ausgerechnet Personen wie Herr Latsis so zu einer Topimmobilie in Athen zu Schleuderpreisen kommt? Jeder solide Insolvenzverwalter würde das „Bieterverfahren“ unverzüglich einstellen. Nur die Troika (Institutionen) halten an dem Verkauf weiterhin fest. Ob da Verbindungen des Herrn Latsis zu den europäischen „Eliten“ mit eine Rolle spielen? Auf jeden Fall wurde die öffentlich rechtliche Fernsehanstalt aufgelöst, um so den von Herrn Latsis mit seinen griechischen Medienunternehmen keine Konkurrenz entgegen zu stellen. Die zum Glück jetzt wieder sendet. Dies ist nur die Spitze des europäischen Eisbergs, der Europa als zum sinken bringen kann.

EU als Korruptionssumpf
Jegliche Bemühungen griechischer PolitikerInnen in der Vergangenheit, diese Machenschaften zu unterbinden, kosteten diesen ihre/seine Karriere als solche/r. So wundert es mich auch nicht, dass Sie davor zurückschrecken, der Ursache vorerst auf den Grund zu gehen. Denn Korruption und Freunderlwirtschaft findet auf höchster Ebene der EU statt. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass eine Abkehr einer linken Regierung von dieser, als eine Abkehr von Europa verstanden wird. Wovon die griechische Regierung im übrigen nie gesprochen hat.

Die Klarheit
… die Sie nicht akzeptieren wollen. Die Ursache ist ein internationaler Sumpf aus Korruption und Freunderlwirtschaft, der mittlerweile in allen Bereichen der Gesellschaft greift und so der europäischen Wirtschaft die Grundlage entzieht. Ein „Nein“ zu den Sparvorgaben heißt auch, ein „Nein“ zu dieser Praxis des „Elitensozialismus“ für die „Gesellschaften des legalisierten organisierten Verbrechens“. Denn sparren können die Griechen wie auch die Europäer mittlerweile. Nicht dieses Sparen dass Vermögen anhäuft. Sondern das Sparen, weil einem sonst nichts anderes übrig bleibt.

Deshalb sage auch ich ganz klar OXI.

Johannes (der Wildweststeirer) Schreiner

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