Wird der Begriff „Wirtschaftsweiser“ zum Schimpfwort?

Passend zur Weihnachtszeit melden sich auch die „Wirtschaftsweisen“ wieder mal zu Wort. Klarerweise läuft wieder alles auf ein und die selbe „Weisheit“ hinaus. Zu hohe Steuern für Unternehmen, mehr Wettbewerbsfähigkeit und natürlich die Bankenunion werden kritisch betrachtet.

Christoph Schmidt, „Wirtschaftsweiser“ und Chef des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), mahnt: „Die Euro-Krise sei längst nicht gelöst.“  Die Regierung Deutschlands „in der Krise des Euro-Raums Standhaftigkeit zu bewahren“. Dies gelte besonders für die Krisenstaaten, welche finanzielle Hilfen benötigen. Zitat:„Forderungen von außen sowohl nach einer allzu schnellen Einrichtung einer halbherzig ausgestalteten Bankenunion als auch nach einer Übernahme von Haftungsrisiken, die nicht hinreichend an die Gegenleistung von Konsolidierung und Strukturreformen geknüpft sind“. Also die Politik des Privatisierens und der Sparsamkeit bei Sozialausgaben zu fordern. Und eine Bankenunion nur dann zu unterstützen wenn die Gelder der „Eliten“ davon nicht betroffen sind?

Prof. Dr. Christoph Schmidt

Prof. Dr. Christoph Schmidt

Auch der Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt warnt vor der „Staatsschuldenkrise“, die wie ein „Damokles-Schwert über Europa“ schwebe. Welcher natürlich nur über die Wettbewerbsfähigkeit von Deutschland besorgt, die Lohnkosten senken will. Um den Standort Deutschland zu stärken. Weiters prophezeit er:  „Es kann jederzeit zu einer erneuten Eskalation kommen.“ also auch hier nichts neues. Natürlich schließt er sich der Meinung der Regierungen, oder sind das nur die Meinungen der „Eliten“?, an und gibt zu verstehen, dass ja alles am Weg der Besserung sei. Zitat: „Wir haben eine leichte Abschwächung der wirtschaftlichen Entwicklung, befinden uns aber von Ausnahmen abgesehen immer noch auf einem erfreulich hohen Niveau.“

Dazu sei einmal persönlich angemerkt:
Hallo, Herr Hundt, Aufwachen!
Die „Ausnahme“, Arbeitslos? Das ist mittlerweile gar keine Ausnahme mehr. Denn auch wenn in Prozent das Ganze nicht sooooo dramatisch klingen mag? Ein Arbeitsloser ist zu 100% Arbeitslos. Für ihn ist es unerheblich ob der Rest der Bevölkerung noch Arbeit hat. Zumal viele Arbeitnehmer gezwungen sind, trotz Beschäftigung, Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen, die über Kindergeld/Familienbeihilfe und das Gesundheitssystem hinaus gehen.

 

Liebe „Wirtschaftsweise“!

Ihr schafft es doch tatsächlich, das dieses Wort als ein Schimpfwort in die Geschichte eingehen wird. Wenn in 20 oder 30 Jahren das Wort eine/r, in den Geschichtsbüchern liest, wird sie/er den Kopf schütteln, ob eurer Ignoranz. Sobald jemand einem Staat gleichzeitig seine Schulden vorhalten will und im selben Atemzug  zum Verkauf der letzen Einnahmequellen rät, stellt sich für jeden Bürger mit Hausverstand doch unweigerlich die Frage, wo Euer Hausverstand geblieben sei. Wir in Österreich haben da wenigstens eine Erklärung. Da bei uns der Hausverstand, ja nunmehr bei Billa (ein Unternehmen der REWE Gruppe) weilt.

Eure Predigten,…
… die auch wenn Ihr sie noch so oft labert und gegenseitig die Richtigkeit eurer „Weisheit“ bestätigt; wird dadurch auch um nichts wahrer. Sie stellt lediglich ein überschwappen der „Entwicklungspolitik des IWF“ auf Europa dar. Mal ganz ehrlich, habt ihr keinen Zugriff auf das Internet? Zu vernünftigen Büchern? Meiner einer denkt, es würde auch reichen, wenn Ihr euch mal hinsetzt und einen Bleistift und ein Stück Papier in die Hand nehmt.  Sogar Schuldnerberatungen erkennen, dass ein Schuldner wenigstens seinen Job (Einnahmen) erhalten muss und sind daher mit der Veräußerung von Besitz, der den Schuldner am Arbeitsmarkt, attraktiv macht zurückhaltend. Ihr macht euch damit mitschuldig an der „Vermögenskrise“ Im Grunde ist für meiner einer jeder „Wirtschaftsweise“, sowie sonstige „Experten“, einfach nicht mehr für voll zu nehmen, der immer noch von einer „Schuldenkrise“ spricht.

Was gänzlich fehlt?
Wo sind Mahnungen von Euch an die Politik, dass es verhindert werden muss, dass einige in der Krise immer noch gewinnen. Die Vermögen der „Eliten“ in dieser „Vermögenskrise“ immer noch steigen. Geht wohl nicht, wenn man von den „Gesellschaften des legalisierten wie nicht legalisierten Verbrechens“ bezahlt wird? Also macht bitte mal dass, was man von einem Experten erwarten darf! Äußert Euch zu diesen Praktiken kritisch! Damit nicht Ihr als Mitschuldige an einem Untergang Europas in die Geschichte eingeht.

Mahnend, euer Wildweststeirer

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5 Responses to Wird der Begriff „Wirtschaftsweiser“ zum Schimpfwort?

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  2. Johannes Neef says:

    So mancher Wirtschaftsweiser, Experte usw. wird den Stallgruch der Lobby,gelinde gesagt nicht Los…er ist wie so mancher Professor, eigentlich nichts anderes wie ein Mietmaul, der das Verkündet, was die Macht im Staate fordert.Da ist die Loyalität zum Auftraggeber oberste Konsequenz…..

    • Bintank says:

      Ich habe schon lange keine Euros mehr und bin mal vorerst in ein Nicht EU Land auwdnsaegert.Der Euro ist das Werkzeug der Brfcsseler Schergen. Die We4hrung rollt immer mehr auf das Niveau der PFIIGS zu und enteignet parallel dazu gesunde EU Le4nder. Man muss im Auge behalten wie krank und besessen die Brfcsseler Schergen sind. Die handeln bewusst gegen das Volk nur um das Projekt NWO zu vollenden. Wer noch Euros hat sollte diese auf jeden Fall von der Bank abheben, damit diese BankerTrottel mit den 1%verzinsten Spareinlagen nicht noch rum zocken und noch mehr Schaden anrichten. Jeder der Euros annimmt oder damit bezahlt unterstfctzt die Brfcsseler Schergen. Am besten man zeichnet alle Euros mit einem Strich durch das Logo und le4sst den Schein dann von der EZB entsorgen, solange bis sie merken das sie hier mit Ihrer Enteignungsmaschinerie unerwfcnscht sind, das ist eine Alternative zum Steine schmeissen wie in Griechenland.

  3. Wildweststeirer says:

    Es ist ja die mangelnde Loyalität derer, zu denen die sie mit Macht ausstatteten, das Grundübel. Und warum? Na, weil sie von den Lobbys mehr beziehen als von denen die sie wählten.

    • Irina says:

      Konstantin Wecker ist ein grodfartiger Mensch, ein wunderbarer Kfcnstler und seine Einstellung zum Leben, zu den Menschen und zur Politik scirpht mir aus der Seele. Auch ich werde Grieche, obwohl die meisten die mich kennen le4ngst zu mir sagen: Tom der Grieche. Mein Liebe gehf6rt Griechenland, mein Herz schle4gt ffcr die griechische Seele.Und in der Zeit des Griechenland-Bashings ist meine Liebe noch ste4rker geworden.Danke Konstantin. Ich nenne dich Freund, Freund des Lebens und des Herzens.herzlichstTom