„Trickle-down-Theorie“

Diese Theorie ist eine der grundlegenden Ideen fast aller gängigen Wirtschaftstheorien. Sie geht davon aus, dass das Vermögen der „Eliten“ durch Investitionen automatisch langsam nach unten tröpfelt. Und so der Allgemeinheit zu Gute kommt. Einige Religionen und auch der Marxismus erkannten bereits, dass dieser Effekt nicht existiert. Und haben leider die völlig falschen Schlüsse gezogen. Zinsverbot oder Verallgemeinerung der Wirtschaft sind nun mal auch keine Lösung.

Die Reformer
Derzeit gibt es viele, die meinen, unser gesamtes Geldsystem müsste reformiert werden. Fließgeld, Schwundgeld oder eine bedingungslose Hartwährung würden zu einer Gesundung der Wirtschaft führen? Wer das Zinssystem wirklich versteht, erkennt sehr rasch, dass das durch Wertschöpfung geschaffene Geld nur den Banken zugute kommt. Und da liegt ein elementarer Fehler, der nur deshalb kommen konnte, weil alle an diesen „Trickle-Down-Effekt“ glauben . Ohne eine vernünftige Besteuerung der „Finanzelite“, wird es immer wieder zu Krisen kommen. Daran ändert auch der Keynesianismus nichts.

Deshalb heute mein Brief an Herrn Hans- Werner Sinn. Ein deutscher Ökonom, der Griechenland nur eine Chance geben will, wenn dieses vorübergehend aus dem Euroraum austritt.

Sehr geehrter Herr Sinn!

Offensichtlich sind auch Sie ein Vertreter der Trickle-down-Theorie? Sonst wäre es nicht möglich, dass Sie die Praxis des laufenden Anschreibens als Ursache sehen. Nach meiner amateurhaften Einschätzung, ist doch dieses permanente Anschreiben seit der Ölkrise in den Siebzigern, nur eine Praxis, um die negativen Effekte der Idee, das Vermögen der „Eliten“ käme ganz von selbst der Allgemeinheit zu Gute, zu verschleiern. Das echte, durch Gold und Metallen gesicherte Vermögen, ist nur mehr im Besitz der „Eliten“. Und wir nehmen seither permanent Kredit bei diesen. Wer selbst keine Kredite hat, wird über den Staat verschuldet. Und da es den „Eliten“ nicht reicht alles Vermögen zu besitzen, geben Sie uns jetzt als Akt der absoluten Aufopferung, die Möglichkeit, die Zukunft unserer Kinder bei ihnen anzuschreiben.

Ich für meinen Teil habe mir eine Grundregel aufgestellt:
Misstraue den Keynesianern!
Auch wenn Sie Geschenke bringen.

So lange diese Ideologie nicht bestimmt, wo das Kapital abgezogen werden soll und nicht festgelegt wird, wo dieses wieder in die Wirtschaft eingebracht werden soll, ist diese Ideologie genau so gefährlich, wie jede andere gängige Wirtschaftstheorie. Zumal diese Investitionen meist vom Kapital des Staates getätigt werden soll.
Es reicht völlig die Einsicht , dass man sich hier irrte.
Der „Trickle-down-Effekt“ ist einfach nicht existent.
So lange diese Idee in den Köpfen unserer „Wirtschaftsfachleute“ kursiert, wird es Verlierer geben, welche leider den Rest der Wirtschaft mit hinunterziehen.

Hochachtungsvoll, ihr Wildweststeirer

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11 Responses to „Trickle-down-Theorie“

  1. Johannes Neef says:

    Trickle Down ist nur ein Theorie , die hoffnungsvoll ausgestreut wird , um die Abhängigen glaubend zu machen es würde ihnen etwas zu Gute kommen . In Wirklichkeit sind es ausschliesslich Schwebeteilchen die in der Hitze der Inflation verdampfen, zu einem nichts. Es ist mehr ein Beruhigungspillchen der Eliten, die sich selbst diese Kur verordnet haben um zu Symbolisieren, sie wären ein Teil der guten Welt…..

    • Wildweststeirer says:

      Frohe Weihnachten Johannes!
      Schön das Du dich hier, als ein Weihnachtsgeschenk an uns, angemeldet hast. Das mit dem Berugungepillchen unterstütze ich. Ob den alle „Eliten“ wissen das es nur ein Plazebo ist, wagt meiner einer zu bezweifeln.

    • mary says:

      Habe von dem „Trickle Down“ noch nie was gehört. Und es macht wirtschaftlich ja auch keinerlei Sinn.

      • Wildweststeirer says:

        Sie ist mittlerweile so etwas wie der „Stein der Weisen“ Mary.
        Die Gläubigen dieses Wirftschaftsfundamenttalismus gehen davon aus das die Vermögen ja nicht wo gehortet werden können. Das die Derivate, ohne wirtschaftlichen Hintergrund, nichts anderes sind, verstehen sie eben nicht. Und das es dumm ist diese zu retten, ist eben einer meiner großen Kritikpunkte.

      • Mauricio says:

        Da we4re dann die Frage, auf welcher Basis und mit wehelcm Ziel. Da sehe ich noch Defizite. Zur Zeit scheint mir eher Panik auf einem Untergehenden Schiff zu sein, wo die Einen versuchen noch soviel Gold wie mf6glich aus dem Laderaum mitzunehmen und es in die Rettungsbote zu schaffen, we4hrend man den anderen Erze4hlt, dass es gar nicht untergeht. Die Sache mit der Mittelschicht erinnert ein wenig an das Liegestuhlszenario auf dem Kreuzfahrtschiff bei Popitz in seinem Buch Phe4nomene der Macht , um mal im Bild zu bleiben.

  2. mary says:

    Das erscheint ziemlich „seltsam“.
    Eigentlich schaut Jeder, dass er seine Geldmittel bei sich behält. Wer sollte interessiert sein an einem „Geldfluß“, doch nur die, welche nix haben.
    Im nachhaltigen Wirtschaften, der Kultur und der Technik bringt doch 1 Taj Majal mehr als 500 indische Sozialwohnungen, die schon längst wieder abgerissen worden wären

  3. Wildweststeirer says:

    Es geht darum, das unsere „Eliten“ diese Theorie als bewiesen ansehen. Und so erst Dinge wie, das die Gewinne aus der Wertschöpfung den banken zugeschrieben werden, so erst möglich wurden. Es sei ja egal wo frisches Geld in den Kreislauf kommt. Am ende kommt es ja eh allen zugute.

    Wir wissen natürlich das dies Schwachsinn ist.

    Liebe Mary!
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    • Juan says:

      Ich merk grad, ich habe dazu noch gar keinen Artikel gbcehrieesn. Irgendwo hab ich noch ne Zusammenfassung von dem Buch. Die werd ich mal fcberarbeiten und dann einen eigenen Artikel dazu machen.

  4. mary says:

    Ich muss mich für meinen blumigen Taj Mahal Vergleich entschuldigen.
    Erwähnenswert ist allerdings, dass 70 Jahre Kommunismus mit gleichmässig starkem, konstantem Geldfluß an die unteren Schichten wenig positive Wirkung auf die Gesamtwirtschaft hatte.
    Alle Systeme kollapierten.
    Nur China rettete sich in die sehr erfolgreiche Reformmarktwirtschaft durch Abkehr vom staatlichen Geldfluss nach unten, und durch die Einführung von Besitz bildenten Eliten

    • Wildweststeirer says:

      Servus Mary!
      In den kommunistischen Systemen gab es auch keinen Geldfluss nach unten. Die Systeme wurden ganz genau so von einer „Elite“ missbraucht. Und China als Rettung dar zu stellen ist wohl richtig seltsam. Den China ist der beweis das auch bedingungslose Billiglohnpolitik scheitert. China kämpft mit massiven Problemen. Während einige reiche Chinesen ihr Geld rund um den Globus anlegen.

    • Elena says:

      Dadf die Mittelschicht der Oberschicht der Oberschicht nachstrebt, ist ja schon eine hitcorisshe Regel. Unterbrochen wurde sie mal we4hrend der Aufkle4rung, als sich das Bfcrgertum vom Adel abzugrenzen versuchte. Wir bre4uchten wohl eine Art zweite Aufkle4rung.