Erpressung gehört zum guten Ton

In einer Welt, in der die Vermögenden über weit mehr Kapital verfügen, als der gesamte Rest der Wirtschaft benötigt, ist absolut unlogisch, das Kredite immer noch mit hohen Zinsen zu bezahlen sind. In der derzeitigen Situation, einer schrumpfenden Weltwirtschaft, stehen immense Gewinne der „Gesellschaften des legalisierten organisierten Verbrechens“ gegenüber. Wie kann das kommen? Warum ist meiner einer dann immer so kritisch, wenn wieder Meldungen kommen das die Situation sich entspannt, da das Vertrauen der „Anleger“ wieder hergestellt wurde. Nehmen wir mal einen solchen „Anleger“ und versuchen wir zu verstehen wie dieser fiktive „Anleger“ vorgeht.

Die „Anleger“
Dazu benutzen wir ein Beispiel welches noch überblickbar ist. Sagen wir mal, ein fiktiver „Anleger“, nennen wir ihn Franky, operiert in Zusammenarbeit mit der Regierung von einem Bundesland. Franky ist es in den Jahren des starken Wirtschaftswachstum gelungen, ein stattliches Vermögen aufzubauen. Natürlich war es dazu auch notwendig, sein Vermögen rasch außer Landes zu schaffen, um es vor der fiesen Besteuerung in seiner Heimat zu schützen. Franky erklärt sich nun dazu bereit, eine große Summe in den Aufbau einer heimischen Industrie zu investieren. Er fühlt sich seiner Heimat einfach verpflichtet. Im Gegenzug erklärt sich nun die Landesregierung bereit, Franky mit Investitionen entgegen zu kommen. Eine Straße da, eine Autobahnabfahrt da usw. kosten zwar einiges, doch die betreffenden Stellen errechnen, dass sich diese Investitionen in sagen wir mal 10 Jahren amortisieren werden. Die Kommune versucht natürlich auch von dieser „Investitionswelle“ berücksichtigt zu werden. Die Verträge für die Kommunalabgaben werden demnach etwas für Franky optimiert. Bei dem Umfang an zu erwarteten Kommunalabgaben, auch durchaus nachzuvollziehen. So gesehen also, alles gute Investitionen. Wenn, tja, wenn Franky nun nicht schon nach wenigen Jahren zu verstehen gäbe, dass die Kosten immer noch zu hoch sind und er wohl abwandern muss.

Die Erpressung
Nun versuchen andere Kommunen die Situation zu nutzen und dem Franky ein ansiedeln in ihren Kommunen interessant zu machen. Franky kann sich das attraktivste Angebot aussuchen. Seine Freunde in der Landesregierung schreiten natürlich nicht ein.  So werden gleich mehrere Standorte gewählt und schon haben wir Cluster aufgebaut, welches dem Wähler auch gut als Erfolg verkauft werden kann. Nicht lange danach kommen die klassischen Argumente der „Anleger“. Zu wenige Facharbeiter, zu hohe Lohnkosten usw.. Also erklärt sich das Land bereit, weitere Gelder in die „Rettung“ der Standorte zu investieren. Die zwischenzeitlich Arbeitslosen sind jetzt in einer Stiftung die das Land finanziert. Wiederum kann das Land, die vielen Ausbildungsmaßnahmen als Erfolg verkaufen. Das geht so lange gut, bis auch der letzte Wähler bemerkt, dass diese Nähe der Landesregierung zu den „Eliten“, Franky ist ja nicht der einzige, nur Unsummen kostet. Die Landesregierung wird abgewählt und die neue Landesregierung erklärt Franky, das sie nicht mehr bereit ist, in eine Industrie zu investieren, die dem Land mehr Geld kostet, als diese je wieder einbringen wird. Franky ist das jedoch egal. Er hat nun mehr Hallen und Standorte, als er eigentlich benötigt, über Steuergelder finanziert. So kann er die Kommunen leicht gegenseitig erpressen. Die Betriebe werfen jetzt also schön brav Gewinne ab. Der Zugriff auf weitere Steuergelder ist jedoch verwehrt. Etwas was  Franky, als schlauer „Anleger“ keinesfalls akzeptieren kann. Franky ist also gezwungen in ein anderes Bundesland auszuweichen, wenn er weiterhin Kapital aus einer eigentlich schrumpfenden Wirtschaft schlagen will. Genau das sind alle diese „Anleger“, welche uns auch als „Der Markt“ untergejubelt werden. Erpresser, welche die verschiedenen Volkswirtschaften gegenseitig erpressen. Traurig, dass ein vereintes Europa, sich nicht traut, diesem Vorgehen der Erpresser einen Riegel vorzuschieben.

Franky goes to Parlament
Genau so könnte das laufen. Die Landesregierungen zeigen dem Franky vereint die kalte Schulter. Lassen sich auch nicht mit „neuen Technologien“, wie zum Beispiel Elektroautos, über den Tisch ziehen. Wenn es nun so weit gekommen ist, das sogar der letzte Politiker versteht, dass da der Steuerzahler nur bezahlt, muss Franky versuchen neue Politiker zu kaufen. Was, wenn diese gekauften Volksvertreter nun zu wenig Einfluss innerhalb ihrer Parteien ausüben? Kann der Franky nur mehr versuchen, auf die Politik direkt Einfluss zu nehmen und mit seinem Team, selbst zu kandidieren. Natürlich wieder nur aus dem Grund, weil Franky seine Heimat ja so lieb hat. Ob der Wähler Franky durchschauen würde?

Fragt sich, Ihr Wildweststeirer

Diclaimer:
Jede Ähnlichkeit mit existierenden Personen oder ehemaligen Landesregierungen ist zufällig und unerwünscht, ganz und gar unmöglich. Denn solche verkommenen „Eliten“ sind in einem aufgeklärten Europa ja sicher nicht möglich.

Bookmark the permalink.

Comments are closed.