Die Integrität des Herrn Schäuble

Wenn wir derzeit die Wirtschaftsnachrichten verfolgen, versuchen alle Notenbanken die „Gelddruckmaschinen“ noch mehr anzuwerfen, um die Haushalte in den Griff zu bekommen. Auch wenn es einzelne Personen gibt, welche diese Taktik verurteilen, sind die Warner  innerhalb ihres eigenen Wirtschaftsraumes doch relativ selten. Seltsam erscheint es dann, wenn zum Beispiel Wolfgang Schäuble (Bundesminister für Finanzen von Deutschland) nun diese Taktik in einem Land kritisiert, welches von Deflation betroffen ist. Da ist Herr Schäuble also sehr konsequent. Das anwerfen der Gelddruckmaschinen und der Ankauf von Anleihen ist schlecht für die Wirtschaft.

Wolfgang Schäuble

Bundesminister Wolfgang Schäuble

Sehr geehrter Herr Bundesminister!

Nicht das meiner einer ein Fan des Gelddruckens bis zu Besinnungslosigkeit ist. Doch wenn eine Volkswirtschaft, wie die Japans, tatsächlich von einer Deflation betroffen ist, wirkt die Kritik ihrerseits schon sehr befremdlich. Deflation bremst nun mal Investitionen. Es ist einfach fatal, wenn es für die Vermögenden sich zu lohnen beginnt, Vermögen einfach nur zu besitzen. Das wissen sogar die Anhänger der „Österreichischen Schule“. Eine Wirtschaftstheorie welche sich, verunstaltet mit vielen neoliberalen Ideologien, gerade bei den „Gesellschaften des organisierten Verbrechens“, welchen Sie ja sehr nahe stehen, immer größerer Beliebtheit erfreut. In der Geld als Schmiermittel der Wirtschaft betrachtet werden soll. Wie soll Geld denn diese Funktion während einer Deflation beibehalten Herr Schäuble? Doch zumindest sind Sie in der Frage sehr konsequent?

Integrität
Gut, Sie kritisierten ja auch die Pläne des Herrn Draghi, Anleihen der Krisenstaaten aufzukaufen. Und als sie dann, genau am Tag (im September 2012) der Entscheidung der EZB, dieses in Zukunft unbegrenzt zu machen, als Redner für eine Ehrung an diesen „Banker“ geladen waren, war Ihr persönlicher Konflikt durchaus bemerkbar. „Wenn ich gewusst hätte, dass diese Ehrung auf diesen Tag fällt, hätte ich mir das wahrscheinlich noch einmal überlegt“. Gut, so weit war die Situation ja wirklich peinlich für Sie. Nur leider, geht eher ein Kamel durch ein Nadelöhr, als das sich ein CDU Politiker von den „Gesellschaften des organisierten Verbrechens“ distanziert. So kamen Sie also nicht umhin, den „Super Mario“ als einen der „Großen“ unseres Kontinents zu bezeichnen und sehr pathetisch nachzulegen: „Wenn wir Menschen haben in Europa, die ihre Verantwortung so exemplarisch wahrnehmen, dann ist mir auch um die Stabilität der europäischen Währung nicht bange“ Unser einer macht sich ja schon verdächtig, wenn er einem Drogensüchtigen erste Hilfe leistet. Ihr verlangt jedoch, dass wir Euch trauen sollen, obwohl Ihr diese verurteilten Verbrecher auch noch mit Ehrungen überschüttet? Selbst dann, wenn diese sich gegen Eure Überzeugung entscheiden. Wie sollen wir denn von Ihnen Integrität erwarten, wenn Sie diese nicht mal sich selbst gegenüber besitzen?

Sehr traurig, meint Ihr Wildweststeirer

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